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Fettleber: Warnsignale, Diagnose und Behandlung

Sind Sie tagsüber ständig müde, fühlen sich schlapp oder können sich schlecht konzentrieren? Eine mögliche Ursache könnte eine Fettleber sein, die oft lange unbemerkt bleibt. Hier erfahren Sie, welche Symptome auftreten können, wie Ärzte eine Fettleber feststellen und welche Behandlung hilfreich ist.

Fettleber: Warnsignale, Diagnose und Behandlung

Fettleber: Warnsignale, Diagnose und Behandlung

Eine Fettleber, auch steatotische Lebererkrankung genannt, tritt auf, wenn sich zu viel Fett in den Leberzellen ablagert. Die Leber kann dadurch größer und schwerer werden. Früher wurde zwischen alkoholischer und nicht-alkoholischer Fettleber unterschieden, heute werden jedoch neue Begriffe verwendet, wie z.B. SLD (steatotische Lebererkrankung) oder MASLD (stoffwechselbedingte Fettleber).

Eine Fettleber kann auch Menschen betreffen, die nicht stark übergewichtig sind. Die Symptome sind oft unspezifisch und können lange unbemerkt bleiben, da die Leber selbst meist keine Schmerzen verursacht. Mögliche Anzeichen sind:

- Starke Müdigkeit am Tag

- Abgeschlagenheit

- Konzentrationsprobleme

- Druck oder Völlegefühl im rechten Oberbauch

- Blähungen

- Schlafstörungen

- Auffälliger Durst

Diese Beschwerden können jedoch auch andere Ursachen haben, wie Stress, Schlafmangel, Infekte oder Vitaminmangel. Es ist daher ratsam, sie ärztlich abklären zu lassen, wenn sie anhalten oder Risikofaktoren hinzukommen.

Die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für eine Fettleber sind:

- Kalorienreiche Ernährung

- Viele stark verarbeitete Lebensmittel

- Zuckerreiche Getränke und viel Fruchtzucker

- Bewegungsmangel

- Übergewicht, insbesondere Bauchfett

- Typ-2-Diabetes oder Insulinresistenz

- Bluthochdruck

- Erhöhte Blutfette

- Regelmäßiger oder hoher Alkoholkonsum

- Bestimmte Medikamente oder andere Erkrankungen

- Langes Sitzen und wenig Alltagsbewegung

Eine Fettleber kann oft ein Zufallsbefund sein. Hinweise können Blutwerte geben, wie erhöhte Leberwerte wie GPT, GOT oder Gamma-GT. Oft nutzen Ärzte jedoch Ultraschall, Elastographie oder spezielle bildgebende Untersuchungen, um eine verfettete Leber zu diagnostizieren und zu einschätzen, ob bereits Vernarbungen vorliegen.

Eine Leberbiopsie, also die Entnahme von Gewebe, ist nur in bestimmten Fällen notwendig, zum Beispiel, wenn unklar ist, ob eine Entzündung oder fortgeschrittene Schädigung vorliegt.

Eine einfache Fettleber kann sich zurückbilden, bleibt aber gefährlich, wenn sie sich entzündet. Dann drohen Vernarbungen der Leber, Leberzirrhose und Leberkrebs. Eine Fettlebererkrankung geht auch häufig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes einher.

Die wichtigste Behandlung ist eine Änderung des Lebensstils:

- Gewichtsreduktion

- Mehr Bewegung

- Weniger Zucker und eine ausgewogene Ernährung

- Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Fisch

- Regelmäßige Kontrollen der Leberwerte und des Stoffwechsels

Eine frühzeitige und umfassende Behandlung kann helfen, die Schäden zu vermeiden und die Leberfunktion zu stabilisieren. Es ist daher wichtig, bei den ersten Anzeichen einer Fettleber ärztlichen Rat einzuholen.