Ecuador: familien protestieren gegen unmenschliche haftbedingungen – folter und fehlende medizinische versorgung!
Proteste vor dem gefängnisdienst
In Quito haben sich heute Dutzende Familien von inhaftierten Ecuadorianern vor dem Hauptsitz des Servicio Nacional de Atención Integral a Personas Adultas Privadas de la Libertad (SNAI) versammelt. Ihre Forderung: bessere Haftbedingungen, medizinische Versorgung und ein Ende der angeblichen Folter durch Sicherheitskräfte. Die Situation in den 36 Gefängnissen des Landes ist dem Anschein nach katastrophal, und die Familien sehen sich hilflos.
Verzweifelte forderungen nach würde
Mit Plakaten und Megaphonen demonstrierten die Angehörigen und forderten „würdige Bedingungen“ für ihre Lieben. Estefanía Salinas, Sprecherin des Familienkomitees, betonte die Notwendigkeit von Gesundheitsversorgung, Familienkontakt und die Möglichkeit, eine Arbeit innerhalb des Gefängnisses auszuüben – alles, um die Resozialisierung zu fördern. Die Familien haben bereits juristische Schritte sowohl national als auch international eingeleitet und gewonnen, doch das SNAI scheint sich der Situation zu verschließen.
Internationale besorgnis: cidh greift ein
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hat bereits vorsorgliche Maßnahmen für die Gefangenen der Penitenciaría del Litoral angeordnet, dem größten und gefährlichsten Gefängnis des Landes. Die Maßnahmen wurden aufgrund eines alarmierenden Anstiegs der Todesfälle ergriffen, der auf die Verbreitung von Krankheiten wie Tuberkulose und Mangelernährung zurückgeführt wird. Es fehlt an Medikamenten und ausreichendem Essen – eine schreckliche Situation!
Grausame realität hinter gittern
Die CIDH bewertete die Situation als „von höchster Schwere und Dringlichkeit“, da das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Gesundheit der Inhaftierten akut gefährdet sei. Mindestens 564 Gefangene sind zwischen Januar und September 2023 in diesem Gefängnis gestorben – eine erschütternde Zahl! Die Familien sind überzeugt, dass diese Tragödien vermeidbar gewesen wären, wenn die Behörden ihre Verantwortung wahrgenommen hätten.
Folter und misshandlung: schrei nach gerechtigkeit
Neben der mangelnden medizinischen Versorgung und der schlechten Ernährung werfen die Familien dem SNAI auch die Folterung von Gefangenen vor, insbesondere in Hochsicherheitsgefängnissen wie der „El Encuentro“. „Vivos se los llevaron, vivos los queremos“ – „Sie wurden lebend gebracht, lebend wollen wir sie zurück“ – skandierten die Demonstranten. Sie forderten das Recht auf einen fairen Prozess und den Zugang zu Anwälten und Familienangehörigen.
Ecuador im griff der gewalt
Die Gefängnisse in Ecuador sind zu einem Brennpunkt der beispiellosen Kriminalitätskrise geworden. Seit 2021 sind bereits rund 600 Häftlinge bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden getötet worden. Die Familien sind verzweifelt und fordern von der Regierung konkrete Maßnahmen, um die Situation zu verbessern und das Leben ihrer Lieben zu schützen. Die Forderung nach Würde und Gerechtigkeit hallt durch die Straßen von Quito – ein Hilfeschrei, der gehört werden muss!
Weitere informationen
- SNAI: Servicio Nacional de Atención Integral a Personas Adultas Privadas de la Libertad (staatliche Einrichtung, die Gefängnisse verwaltet)
- CIDH: Interamerikanische Menschenrechtskommission
- Penitenciaría del Litoral: Größtes und gefährlichstes Gefängnis in Ecuador
