Ballaststoffe gewinnen an Bedeutung: Viele Deutsche essen zu wenig
Experten warnen vor unzureichendem Ballastzufuhr in Deutschland. Während die Proteinzufuhr meist ausreichend ist, erreichen viele Erwachsene nicht die empfohlenen 30 Gramm täglich.
Statistiken zur Ballaststoffzufuhr
Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) kommen nur knapp 20 Gramm Ballaststoffe auf die meisten Deutschen zu. Rund 68 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen erreichen den Richtwert nicht.
Ballaststoffe: Vorteile für Gesundheit und Wohlbefinden
Ballaststoffe sind vor allem in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen enthalten. Sie fördern die Verdauung, stabilisieren den Blutzucker und können das Risiko von Herzkrankheiten, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, Adipositas und Bluthochdruck senken. Zudem dienen sie als Nahrung für nützliche Bakterien im Darm.
Protein bleibt wichtig
Die Bevölkerung in Deutschland muss sich um Eiweiß keine Sorgen machen. Die Nationalen Verzehrsstudie II zeigt, dass Menschen aller Altersgruppen ausreichend Protein zu sich nehmen.
Protein und Ballaststoffe: Ergänzende Nährstoffe
Obwohl sowohl Protein als auch Ballaststoffe sättigend wirken, tun sie dies auf unterschiedliche Weise. Ballaststoffe binden Wasser und vergrößern das Volumen im Magen, während Protein die Ausschüttung von Sättigungshormonen fördert. Wer eine Diät einleitet, sollte zunächst auf ausreichende Eiweißzufuhr achten, da es ein essenzieller Nährstoff ist.
Fazit
Der Trend ‚Fibermaxxing‘ ist sinnvoll, da viele zu wenig Ballaststoffe essen. Trotzdem sind Proteine und Ballaststoffe keine Konkurrenten. Eine ausgewogene Ernährung mit beidem ist ideal.